Starkregenrisikomanagement
Starkregenrisikomanagement
Die Stadt Wegberg hat, in Kooperation mit dem Schwalmverband, der Stadt Mönchengladbach, der Stadt Erkelenz und dem Kreis Viersen eine Untersuchung zum Thema Starkregen und Sturzfluten durchführen lassen. Die Starkregenuntersuchung sollte in Anlehnung an die „Arbeitshilfe kommunales Starkregenrisikomanagement (SRRM) – Hochwasserrisikomanagementplanung in NRW“ (MULNV 2018) durchgeführt werden. Die Arbeitshilfe formuliert Empfehlungen zur Durchführung von Gefährdungs- und Risikoanalysen für starkregenbedingte Überflutungen, die in einem integrierten Handlungskonzept münden.
Die Leistungsanforderungen in diesem Projekt umfasste dabei folgende Aufgaben:
• Hydraulische Gefährdungsanalyse: Ergebnis sind die Starkregengefahrenkarten
• Risikoanalyse zur Starkregengefahrenkarte unter Einbindung der Stadtgemeinschaft, Risikobewertung kritischer Objekte und Bereiche
• Handlungskonzept zum Starkregenrisikomanagement erstellen und in der Stadtgemeinschaft präsentieren und verorten
Um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen, sollten die Ergebnisse der Risikoanalyse im Rahmen des kommunalen Starkregenrisikomanagements adäquat kommuniziert werden. Die Sensibilisierung der potenziell Betroffenen ist dabei einer der ersten und wichtigsten Schritte in der Starkregenvorsorge. Hierzu gehören öffentliche Institutionen, Bürger, Industrie- und Gewerbebetriebe sowie die Land- und Forstwirtschaft. Sie sollten über bestehende Gefahren und Risiken aus Starkregenereignissen informiert werden, um ihr Risiko gegenüber Überflutungen aus Starkregenereignissen selbst einschätzen und jeweils geeignete Vorsorgemaßnahmen ergreifen zu können.
Das Projekt ist 2024 in seine letzte Phase gegangen. Anhand der Simulationskarten werden potentiellen Überflutungsbereiche identifiziert. Im Spätsommer und Herbst 2024 fand eine Begehung der gefährdeten Liegenschaften statt. Dabei wurden die individuellen Gefahrenbereiche dokumentiert. Anschließend wurde in zwei Workshops ein Handlungskonzept mit allen beteiligen Fachbereichen, dem Wasserverband und dem Ingenieurbüro ein Handlungskonzept erarbeitet. Die Ergebnisse und Empfehlungen des Handlungskonzeptes sollen teilweise im Nachhaltigkeitskonzept unter dem Ziel der urbanen Entwicklung mit konkreten Maßnahmen einfließen.
Aktuell werden drei konkrete Umsetzungsmaßnahmen durch die Verwaltung und den Schwalmverband erarbeitet.
