Bemalte Füße
Familie & Bildung

Das neue Bildungsverständnis sieht die Familie als relevante Bildungswelt und lässt gleichzeitig die öffentliche Verantwortung für eine Unterstützung der Familien wichtiger werden. Es geht dabei um Bildung in Familien, um Bildung mit Familien und um Bildung für Familien. In jeder Hinsicht ist es notwendig, dass Bildungseinrichtungen sich auf Familien einstellen und eine Erziehungs- und Bildungspartnerschaft zwischen Anbietern und Familien stärken.

Vor allem die kommunale Ebene muss sich diesen Herausforderungen stellen. Hier werden die Angebote von den einzelnen Trägern konzipiert und gestaltet und hier entscheidet sich, ob den Familien die angebotenen Bildungsleistungen sinnvoll erscheinen. Verbesserte Zugangschancen zu Bildungsangeboten für Kinder und Eltern zu gewährleisten, verlangt unter anderem eine genaue Kenntnis der Situation und der Bedarfe. Diese variieren mit den lokalen bzw. regionalen Bevölkerungs- und Familienstrukturen und mit den sozialräumlichen Gegebenheiten. Die Berücksichtigung all dieser Voraussetzungen ist nur auf der kommunalen Ebene unter Einbeziehung aller relevanten Akteure gewährleistet.

Ähnlich verhält es sich mit der genannten Aufgabe der Kooperation und Vernetzung. Das Zusammenspiel der Träger, Institutionen, Projekte und Maßnahmen muss auf der örtlichen Ebene funktionieren. In den Kommunen sind Querschnittsorientierung, Kooperation und Koordinationsleistungen gefragt. Grundsätzlich ist der Aufgabenbereich „Familie & Bildung“ nicht nur als Bestandteil einer integrierten Bildungsplanung zu begreifen, sondern in der strategischen Ausrichtung eines kommunalen Managements für Familien zu berücksichtigen.