KiGa Merbeck-4
Befahrender Radweg entlang eines Baches

Klimaschutz

Klimaschutz

Klimaschutz gehört zu den zentralen Herausforderungen unserer Zeit. Der fortschreitende Klimawandel und die damit verbundenen negativen Auswirkungen (steigende Temperaturen, Häufung von Extremwetterereignissen, Verlust von Biodiversität, Versauerung der Ozeane) erfordern ambitioniertes Handeln. Die Stadt Wegberg hat sich dieser wachsenden Herausforderung angenommen und möchte einen Beitrag zum Schutz des Klimas leisten.

Fakten zum Klimawandel finden Sie hier.

Warum Klimaschutz?

Der Zweck des Klimaschutzes besteht darin, Maßnahmen zu ergreifen, um der Erderwärmung und den daraus resultierenden Auswirkungen des Klimawandels entgegenzuwirken. Konkret bedeutet dies, dass Klimaschutz darauf abzielt, die Emissionen von Treibhausgasen zu reduzieren, die im erheblichen Maß auf die Nutzung fossiler Brennstoffe zurückzuführen sind und in rasantem Tempo angestiegen sind.

Fördermöglichkeiten

Klimaschutz geht uns alle an. Deshalb möchten wir jede Bürgerin und jeden Bürger dabei unterstützen, selbst einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Eine Übersicht über aktuelle Fördermöglichkeiten finden Sie hier.

  • Earth Hour am 28.03.2026

    Die Earth Hour des World Wide Fund For Nature (WWF) findet dieses Jahr am 28.03.2026 statt und ist eine globale Verbindung des weltweiten Klimaschutzes.

    Die Grundidee hinter der Earth Hour ist es, ein starkes und gemeinsames Zeichen für den Klimaschutz, einen bewussten Energieverbrauch und die Erhaltung unserer Umwelt zu setzen. Dafür werden weltweit unzählige Gebäude und Wahrzeichen für einige Minuten in Dunkelheit getaucht – als globales Zeichen für den Schutz unseres Planeten.

    Die erste Earth Hour fand am 31.03.2007 in Sydney, Australien, statt, wo über 2,2 Millionen Haushalte ihr Licht für eine Stunde ausschalteten. Dadurch wurde sie zur größten globalen Klima- und Umweltschutzaktion ihrer Zeit. 2025 schalteten mehr als 118 Länder, Gebiete und tausende Städte weltweit für eine Stunde das Licht aus, davon allein 520 Städte und Gemeinden in Deutschland. Die Aktion stand unter dem Motto: „Licht aus. Stimme an. Für einen lebendigen Planeten.“, weltweit wurden mehr als 3 Millionen Stunden an Stromersparnis für die Erde gesammelt.

    Auch dieses Jahr findet die Earth Hour wieder am 28.03.2026 von 20:30 bis 21:30 Uhr statt.

    Oft sind es gerade die kleinen Aktionen im Alltag die in der Summe eine große Veränderung bewirken. 

    Dazu zählen beispielsweise:

    - Eine Stromampel-App. Sie hilft dabei, den Einsatz erneuerbarer Energien besser zu nutzen und den eigenen Stromverbrauch transparenter zu gestalten. Wer Strom dann nutzt, wenn besonders viel erneuerbare Energie verfügbar ist, kann aktiv zur Energiewende beitragen. Da grüner Strom wetterabhängig ist, kann es sinnvoll sein, den eigenen Verbrauch daran anzupassen. Stromspeicher werden entlastet und der Anteil erneuerbarer Energien insgesamt erhöht sich.

    - Der Umstieg auf LED-Lampen kann sich lohnen. Sie verbrauchen bis zu 90 % weniger Strom, und sparen pro Lampe bis zu 20€ Stromkosten.

    - „Licht aus“. Das Ausschalten des Lichts beim Verlassen eines Raumes und das Vermeiden des Standby-Modus bei Geräten kann laut WWF bis zu 400 kW pro Jahr oder bis zu 100€ Stromkosten einsparen.

    - Wäscheleine statt Trockner. Das Trocknen der Wäsche auf der Wäscheleine hat laut WWF das Potential bis zu 600 kW Strom oder 150€ Energiekosten einzusparen.

    - Beim Einkaufen kann man Ressourcen schonen, indem man statt der Plastiktüten auf einen Stoffbeutel zurückgreift. Diese sind langlebiger und helfen zusätzlich dabei Verpackungsmüll zu reduzieren.

    - Kürzeres Duschen oder das gelegentliche Abstellen des Wassers kann bereits viel bewirken, so lassen sich bis zu 1.000 Liter Wasser pro Jahr einsparen.

    - Ein Sparduschkopf kann den Wasserverbrauch um bis zu 50 % reduzieren.

    Die Klimakrise gerät angesichts globaler Herausforderungen immer wieder in den Hintergrund, doch sie verschwindet dadurch nicht, sie verschärft sich weiter!

    Die Earth Hour ist eine weltweite Aktion, die die Klimakrise wieder stärker ins Bewusstsein rückt und zeigt, wie wichtig kleine Veränderungen für eine nachhaltigere Zukunft sind.

  • Integriertes Klimaschutzkonzept 

    Die Stadt Wegberg erarbeitete bereits 2013 ein Integriertes Klimaschutzkonzept. Ein Klimaschutzkonzept dient als strategische Planungsgrundlage für künftige Aktivitäten im Klimaschutz. 

    Eine Fortschreibung des Klimaschutzkonzeptes ist aktuell in Bearbeitung

  • Klima-Bündnis

    Der Beitritt der Stadt Wegberg zum Klima-Bündnis wurde am 07.11.2023 beschlossen (VO/0221/23). Wegberg wird im Jahr 2024 dem Bündnis beitreten. 

    Das Klima-Bündnis ist ein europäisches Netzwerk von Städten, Gemeinden und Landkreisen welche gemeinsam aktiv daran arbeiten den Klimawandel zu bekämpfen. 

    Gemäß den Prinzipien des Klima-Bündnis verpflichtet sich Wegberg zu: 

    • Effektiven und umfassenden Klimaschutz im Einklang mit den Klima-Bündnis-Prinzipien (fair, naturkonform, lokal, ressourcenschonend)
    • Gemeinsam mit indigenen Völkern Klimagerechtigkeit zu fördern - durch die Unterstützung ihrer Rechte, den Schutz der biologischen Vielfalt und Verzicht auf Holz aus Raubbau
    • Die Emissionen um mindestens 10 Prozent alle 5 Jahre zu senken, dies entspricht einer Halbierung der Pro-Kopf-Emissionen bis 2030 gegenüber dem Stand von 1990
    • Außerdem strebt die Stadt an, die Treibhausgasemissionen im Sinne der Forderungen des IPCC um 95 % (im Vergleich zu 1990) bis zum Jahr 2050 zu reduzieren
  • Projekt GiGaWatt [Photovoltaik (PV) auf öffentlichen Gebäuden]

    Die Stadt Wegberg hat auf diversen städtischen Gebäuden Photovoltaik Anlagen (PV-Anlagen) installiert. Die Summe der installierten Leistung aller PV Anlagen lag Ende 2024 bei etwa 400 kWp mit einem Jahresertrag von rund 360 MWh. Hierdurch konnte der CO2 Ausstoß um ca. 246 t CO2 pro Jahr verringert werden.

    Im Frühjahr 2022 haben sich rund 50 Landkreise, Kommunen, Unternehmen und Projektträger aus das dem rheinischen Braunkohlerevier zusammengeschlossen, um den Ausbau der erneuerbaren Energien zu beschleunigen. Dazu wurde ein Gigawattpakt mit der Landesregierung geschlossen. Ziel ist es, die Stromerzeugungskapazitäten aus erneuerbaren Energien bis 2028 auf fünf Gigawatt mehr als zu verdoppeln. Der Gigawattpakt ist wie die Energiewende ein gesellschaftliches Gemeinschaftsprojekt, bei dem jeder Akteur seinen Beitrag einbringen soll. Im März 2024 ist ein neues Förderprogramm mit einem Volumen von € 60 Mio. angelaufen, dass gezielt die Errichtung von PV-Anlagen mit Batteriespeicher auf kommunalen Liegenschaften fördert.

    In Kooperation mit dem Klimaschutzmanager der Stadt Wegberg wurden alle städtischen Liegenschaften auf ihr PV Potential geprüft. Es konnte ein PV-Potential von rund 425.000 kWh/a und mit einer jährlichen CO2 Reduzierung von rund 308 t CO2 /a, identifiziert werden.

    Durch die Verwaltung wurde der politische Beschluss herbeigeführt, dieses Potential zu nutzen und die Fördermöglichkeiten auszuschöpfen. Erste Anlagen sollen bis Herbst 2025 in Betrieb gehen.

    2fach-Sporthalle + Erich-Kästner Schule-3
    2fach-Sporthalle + Erich-Kästner Schule
    Klassentrakt Maximilian-Kolbe-Gymnasium-1
    Klassentrakt Maximilian-Kolbe-Gymnasium
    Dach ESR-1
    Edith-Stein Realschule
    KiGa Merbeck-3
    Städt. Kindergarten Wegberg-Merbeck
    GRB-1
    GrenzlandRingBad
    3-fach Sporthalle-5
    Mehrzweckhalle Wegberg
    KiGa Klinkum-4
    Städtischer Kindergarten "Farbenfroh" Klinkum
  • Solarkataster NRW

    Möchten sie eine Photovoltaik-Anlage errichten? Prüfen Sie vorab die Eignung von Dachflächen für die Installation von Photovoltaik-Anlagen im Solarkataster NRW

    Der Solarkataster NRW ist eine webbasierte Plattform, die von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen entwickelt wurde, um die Nutzung von Sonnenenergie zu optimieren. Durch die Integration von Geodaten und hochauflösenden Luftbildern ermöglicht der Kataster eine präzise Analyse der Solareignung von Gebäuden und Flächen. Nutzer können einfach ihre Adresse eingeben und erhalten sofort detaillierte Informationen darüber, wie gut ihre Dachflächen für die Installation von Photovoltaikanlagen geeignet sind. 

  • Bürgerbeteiligung (Ideenkarte und Umfrage)

    Bei der Planung und Umsetzung des strukturieren Klimaschutzes sollen die Interessen der Bürger:innen mit in die Entscheidungsfindung einbezogen werden. Die Verwaltung lädt zu einer aktiven Teilnahme am Klimaschutz, mit Hilfe der Ideenkarte und Umfrage Klimaschutz ein. 

    Ideenkarte Klimaschutz: Möchten Sie aktiv am Klimaschutz in Wegberg mitwirken? Teilen Sie uns gerne Ihre Ideen mit! Die Verwaltung hat hierfür die Ideenkarte Klimaschutz in Wegberg entwickelt. Mithilfe der Karte können Sie bestimmte Standorte in Wegberg markieren und ihre Ideen, Vorschläge, Konzepte und Anliegen in Form durch Kommentare in die Diskussion einbringen. Wir prüfen passende Maßnahmenvorschläge und integrieren sie, sofern umsetzbar, in die Weiterentwicklung des Klimaschutzkonzeptes. Falls Ihre Vorschläge nicht in die Kommentarspalte passen oder Sie bereits konkrete Projektskizzen haben, die Sie uns zukommen lassen möchten, bietet unser Serviceportal die Möglichkeit, diese detaillierter zu erläutern und bei Bedarf mit Anhängen zu versehen. Wir freuen uns auf ihre aktive Beteiligung!

    Umfrage Klimaschutz: Haben Sie keine konkreten Vorschläge? Kein Problem! Nehmen Sie gerne an unserer anonymen Umfrage Klimaschutz in Wegberg teil. Wir möchten erfahren, welche Bereiche des Klimaschutzes Ihnen besonders wichtig sind, welche Maßnahmen Sie als sinnvoll erachten und wie Sie persönlich einen Beitrag leisten können. Ihr Feedback wird dazu beitragen, konkrete Schritte zur Verbesserung der Umweltqualität und des Lebensstandards in Wegberg zu entwickeln. Die Beantwortung des Fragebogens wird etwa 15 Minuten Ihrer Zeit in Anspruch nehmen. 

  • Wegberger Klimaschutzroute

    Im Mai 2022 wurde die "Wegberger Klimaschutzroute" eröffnet. Die vom Verein KlimaTisch e.V. und ADFC in Zusammenarbeit entwickelte abwechslungsreiche, familienfreundliche Fahrrad-Rundtour führt zu guten Beispielen umgesetzter Klimaschutz-Maßnahmen, zeigt Möglichkeiten auf, aber auch sichtbare negative Folgen des Klimawandels. Die gesamte Runde ist ca. 41 km lang, kann aber in Teilabschnitten befahren werden. Sie führt größtenteils über ruhige Nebenstraßen, asphaltierte Wirtschafts- und Fahrradwege. Unterwegs gibt es viele Möglichkeiten, eine Rast einzulegen. 

    Die Routenkarte finden sie hier.

    Kontakt KlimaTisch Wegberg e.V.
    Rödgener Str. 55
    41844 Wegberg
    Tel. 02436 - 3825 030
    E-Mail info@klimatisch-wegberg.de
    Website www.klimatisch-wegberg.de


  • Klimaschutzmesse Wegberg

    Am 07. Mai 2022 fand in Wegberg erstmals eine Klimaschutz-Messe statt.

    Firmen, Handwerksbetriebe und Organisationen in den Bereichen Erneuerbare Energien, Klimaschutz und Energieeinsparung stellten ihre Leistungen und Produkte vor. Jugendliche konnten sich über Ausbildungsmöglichkeiten im Bereich Klimaschutz informieren. 

    Weitere Informationen zum Nachlesen auf: 
    KlimaTisch Wegberg - Klimaschutzmesse

  • Starkregenrisikomanagement

    Die Stadt Wegberg hat, in Kooperation mit dem Schwalmverband, der Stadt Mönchengladbach, der Stadt Erkelenz und dem Kreis Viersen eine Untersuchung zum Thema Starkregen und Sturzfluten durchführen lassen. Die Starkregenuntersuchung sollte in Anlehnung an die „Arbeitshilfe kommunales Starkregenrisikomanagement (SRRM) – Hochwasserrisikomanagementplanung in NRW“ (MULNV 2018) durchgeführt werden. Die Arbeitshilfe formuliert Empfehlungen zur Durchführung von Gefährdungs- und Risikoanalysen für starkregenbedingte Überflutungen, die in einem integrierten Handlungskonzept münden.

    Die Leistungsanforderungen in diesem Projekt umfasste dabei folgende Aufgaben:

    • Hydraulische Gefährdungsanalyse: Ergebnis sind die Starkregengefahrenkarten

    • Risikoanalyse zur Starkregengefahrenkarte unter Einbindung der Stadtgemeinschaft, Risikobewertung kritischer Objekte und Bereiche

    • Handlungskonzept zum Starkregenrisikomanagement erstellen und in der Stadtgemeinschaft präsentieren und verorten

    Um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen, sollten die Ergebnisse der Risikoanalyse im Rahmen des kommunalen Starkregenrisikomanagements adäquat kommuniziert werden. Die Sensibilisierung der potenziell Betroffenen ist dabei einer der ersten und wichtigsten Schritte in der Starkregenvorsorge. Hierzu gehören öffentliche Institutionen, Bürger, Industrie- und Gewerbebetriebe sowie die Land- und Forstwirtschaft. Sie sollten über bestehende Gefahren und Risiken aus Starkregenereignissen informiert werden, um ihr Risiko gegenüber Überflutungen aus Starkregenereignissen selbst einschätzen und jeweils geeignete Vorsorgemaßnahmen ergreifen zu können.

    Das Projekt ist 2024 in seine letzte Phase gegangen. Anhand der Simulationskarten werden potentiellen Überflutungsbereiche identifiziert. Im Spätsommer und Herbst 2024 fand eine Begehung der gefährdeten Liegenschaften statt. Dabei wurden die individuellen Gefahrenbereiche dokumentiert. Anschließend wurde in zwei Workshops ein Handlungskonzept mit allen beteiligen Fachbereichen, dem Wasserverband und dem Ingenieurbüro ein Handlungskonzept erarbeitet. Die Ergebnisse und Empfehlungen des Handlungskonzeptes sollen teilweise im Nachhaltigkeitskonzept unter dem Ziel der urbanen Entwicklung mit konkreten Maßnahmen einfließen.

    Aktuell werden drei konkrete Umsetzungsmaßnahmen durch die Verwaltung und den Schwalmverband erarbeitet.

  • Stadtradeln

    Das STADTRADELN ist ein Wettbewerb, bei dem es darum geht, 21 Tage lang möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen. Durch den bewussten Umstieg vom Auto aufs Fahrrad, kann jeder einzelne die eigenen Treibhausgasemissionen senken und einen maßgeblichen Beitrag zum Klimaschutz in Wegberg leisten.

    Die Ergebnisse des STADTRADELN in Wegberg finden sie hier.

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