Seniorenfreundliche Gemeinden



Die Stadt Wegberg setzt sich gemeinsam mit weiteren teilnehmenden Kommunen in einem euregionalen Projekt für die seelische Gesundheit älterer Menschen ein.

Durch die Integration von Seniorinnen und Senioren in den ökonomischen und sozialen Alltag und durch die Stärkung der Unterstützungssysteme für ältere Mitbürger/-innen soll die Lebensqualität für diese Einwohner soll verbessert werden. Mit ihrer Teilnahme verpflichten sich die Städte und Gemeinden dazu, entsprechende Maßnahmen in der Kommune umzusetzen.

Informationen zur Kick-Off-Veranstaltung des euPrevent-Projektes “Seniorenfreundliche Gemeinde in der EMR; Schwerpunkt: Seelische Gesundheit” können hier abgerufen werden.

Die Stiftung euPrevent-EMR unterstützt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Fachleuten und Einrichtungen, die sich für den Erhalt, die Verbesserung bzw. die Wiederherstellung der Volksgesundheit innerhalb der Euregio Maas-Rhein einsetzen.

Live safely, enjoy life, stay involved
Gemeinsam entwickeln wir grenzüberschreitend seniorenfreundliche Gemeinden, damit alle Senioren/-innen der Euregio Maas Rhein mit Freude am alltäglichen Leben weiterhin teilnehmen können!

Das ist die Kernbotschaft des Projektes Seniorenfreundliche Gemeinden.  In diesem Projekt arbeiten 9 euregionale Partner zusammen mit 31 Kommunen aus der Euregio Maas-Rhein.

Das Ziel dieses Projektes ist die Schaffung von seniorenfreundlichen Gemeinden: Kommunen, die sich durch ihre Versorgungs-, Versorger- und Inklusionsfreundlichkeit auszeichnen. Der Schwerpunkt des Projektes liegt auf der psychischen Gesundheit, insbesondere im Hinblick auf dementielle Veränderungen und Altersdepression.

Stiftung euPrevent | EMR

Das Projekt Seniorenfreundliche Gemeinden ist Teil der Programmlinie ‘Mental Health’ der Stiftung euPrevent | EMR. Die Stiftung euPrevent | EMR unterstützt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen professionell Tätigen und Organisationen, die sich für den Erhalt, die Förderung und die Wiederherstellung der Volksgesundheit in der Euregio Maas-Rhein einsetzen.

 

Finanzierung

Das Projekt wird durch das Interreg V-A Förderprogramm der Euregio Maas-Rhein unterstützt.

Die Laufzeit des Projektes

Das Projekt hat im September 2016 begonnen und hat eine Laufzeit von drei Jahren.


Heute möchte die Stadt Wegberg auf folgende Pressemitteilung hinweisen:

Seniorenfreundliche Gemeinden’ vorbildlich für Europa WHO zeichnet ein Projekt aus der Euregio Maas-Rhein als ‘Best Practice’ aus

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist von "Seniorenfreundliche Gemeinden" so beeindruckt, dass sie das grenzüberschreitende Projekt für Senioren in der Euregio Maas-Rhein zum Vorbild in Europa erklärt hat. In diesem Projekt arbeiten 9 euregionale Partner und 31 Gemeinden der Euregio Maas-Rhein gemeinsam am Aufbau seniorenfreundlicher Umgebungen. Ziel ist es, Senioren mit Demenz und Altersdepression möglichst lange an der Gesellschaft teilhaben zu lassen. Einzigartig im Projekt ist der grenzüberschreitende Austausch konkreter Aktivitäten aus Belgien, Deutschland und den Niederlanden. Anstatt das Rad neu zu erfinden, nutzen die Nachbarländer das Wissen und die Erfahrung des jeweils anderen.

Die WHO hält es für wichtig, dass "Seniorenfreundliche Gemeinden" Kommunen die Möglichkeit gibt, Senioren mit Demenz oder Altersdepressionen und ihren informellen Betreuern strukturell zu unterstützen. "Wir, das Projektteam von Seniornfreundliche Gemeinden, betrachten diese Ernennung als einen besonderen Meilenstein. Wir arbeiten an einem nachhaltigen Wandel in der Euregio Maas-Rhein, basierend auf den lokalen Bedürfnissen der Gemeinden. Mit gezielten Aktivitäten versuchen wir zu verhindern, dass Senioren mit Demenz oder Altersdepression ins Abseits gedrängt werden", so Lead Partner Professor Frans Verhey, Universität Maastricht. Das Projekt startete im September 2016 und dauert drei Jahre.

Was beinhaltet das Projekt?

Im Jahr 2017 wurde untersucht, was jede der 31 teilnehmenden Gemeinden bereits für Menschen mit Demenz und Altersdepression und deren informelle Pflegekräfte anbietet. Danach konnten sie aus 15 praktischen Aktivitäten auswählen, die (in)direkt auf auf die Bedürfnisse dieser Zielgruppen ausgerichtet sind. Dabei handelt es sich um bestehende Aktivitäten aus Belgien, Deutschland und den Niederlanden, die im kommenden Jahr grenzüberschreitend umgesetzt werden. Danach wird eine neue Studie durchgeführt und die jeweilige Gemeinde wird prüfen, was erforderlich ist, um den eingeschlagenen Weg weiter zu führen und seniorenfreundlich zu bleiben.

In der Euregio Maas-Rhein kommt es bei etwa 8% der Menschen über 65 Jahren zur Demenz. Etwa 25% aller über 50-Jährigen leiden an depressiven Symptomen. Aufgrund der alternden Bevölkerung werden diese Zahlen in den kommenden Jahren noch zunehmen.

Ein Beispiel aus Nordrhein Westfalen

Die Bewohner der teilnehmenden Kommunen werden in der nächsten Zeit feststellen, dass Aktivitäten umgesetzt werden, um ihre Kommune seniorenfreundlicher zu machen. Im Mai startete die Gemeinde Dahlem mit dem Theaterstück "Vergessen und versunken", um das gesellschaftliche Tabu bezüglich Demenz und Depression zu brechen: „Ein wunderbares Gesamtkonzept, ergreifend und rührend. Ich hoffe sehr, dass dieses Theaterstück noch oft aufgeführt wird, damit offener mit Demenz und Depressionen umgegangen wird".

Dieses Projekt wird durch das Interreg V-A Programm der Euregion Maas-Rhein gefördert.

Hinweis für die Redaktion: für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Herrn Karl-Heinz Grimm, Projektkoordinator für die deutschen Kommunen, Tel.: +49 (0)2452 13 5314 oder schauen Sie auf: Senior Friendly Communities, InterregEMR

Weitere Informationen zum WHO Good Practice Brief

Im August 2018 wurde das Projekt "Seniorenfreundliche Gemeinden" als Good Practice auf der Website der WHO Europa veröffentlicht. Diese Publikation ist Teil des WHO-Programms zur Stärkung der Gesundheitssysteme für nicht übertragbare Erkrankungen wie Demenz und Altersdepression.