Der städtische Kindergarten Merbeck wird Naturpark-Kindertageseinrichtung

Die Kinder der dreigruppigen Kindertageseinrichtung in Merbeck werden in Zukunft mehr Zeit in der freien Natur verbringen und diese besser verstehen lernen. Als erste Kindertageseinrichtung im Kreis Heinsberg nimmt der städtische Kindergarten in Merbeck an einem Projekt zur Erlangung der Bezeichnung "Naturpark-Kindertageseinrichtung" des Naturparks Schwalm-Nette teil. Aus diesem Anlass unterzeichneten der Verbandsvorsteher des Naturparks Dr. Andreas Coenen, Bürgermeister Michael Stock und Einrichtungsleiterin Beate Hüllen in der vergangenen Woche einen Kooperationsvertrag.

 

"Die Idee des Naturparks Schwalm-Nette, einen städtischen Kindergarten zur Naturpark-Kindertageseinrichtung umzuwandeln, haben wir sofort aufgegriffen und umgesetzt. Unsere Kinder bekommen damit eine andere Beziehung zur Natur und wir stärken damit auch den Standort im Stadtteil Merbeck", erläutert Bürgermeister Michael Stock den Projekthintergrund. Die momentane Unterbringung der dritten Gruppe in einem Container wird in den kommenden Monaten durch einen Anbau abgelöst.Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben an einer speziellen Fortbildung teilgenommen und werden verschiedene Naturprojekte umsetzen. So gehört das Basteln mit Naturmaterialien und das bewusste Erleben des Waldes in unmittelbarer Nähe zum Kindergarten zu den Maßnahmen. "Wir können bereits in den ersten Wochen des Projektes feststellen, dass die Kinder einen neuen Bezug zur Natur in ihrer Umgebung bekommen und darüber hinaus auch ihre Eltern und Geschwister mit in diesen Prozess eingebunden sind", berichtet Beate Hüllen. Dass mit der beabsichtigten Zertifizierung als Naturpark-Kindertageseinrichtung auch verschiedene Auflagen verbunden sind, erläutert Michael Puschmann, Geschäftsführer des Naturparks Schwalm-Nette. "Der Tatsache, dass immer mehr Kinder weniger Bezug zur Natur haben, möchten wir entgegenwirken. Die Kriterien zur Entstehung von Naturpark-Tageseinrichtungen sind in einer rd. zweijährigen Planungsphase entwickelt worden. Wir werden die Mitarbeiterinnen insbesondere in den kommenden Monaten intensiv begleiten und regelmäßig fortbilden." Leiterin Beate Hüllen und ihre Kolleginnen freuen sich auf die kommenden Wochen in denen sie als erstes Projekt mit den Kindern den Wald mit den Sinnen Hören und Fühlen erlebbar machen.


Das Foto zeigt von links: Michael Puschmann, Beate Hüllen und Michael Stock.