Stadtportrait

Daten

Wegberg, die nördlichste Stadt des Kreises Heinsberg, kann auf eine mehr als tausendjährige Geschichte zurückblicken.

Mitte 2016 wohnten in der Mittelstadt an der deutsch-niederländischen Grenze rd. 29.500 Einwohner.

Das Stadtgebiet mit seinen 40 Ortschaften umfasst eine Größe von rd. 84 qkm


Gut ausgebaute Infrastruktur

Die Stadt verfügt über ein großes Angebot an schulischen, sportlichen, sozialen und kulturellen Einrichtungen. Auf einem zentral gelegenen Gelände wurde in Anbindung an den Stadtkern ein großzügiges Schul- und Sportzentrum ausgebaut, in dem neben einer Grundschule die Hauptschule, die Realschule und das Gymnasium untergebracht sind. Hier werden außerdem eine Sporthalle, drei Turnhallen, ein Hallenbad, ein Stadion mit Trainingsplatz und eine Tennisanlage mit zwölf Spielfeldern bereitgehalten. Verschiedene Kleinspielfelder für den Schul- und Freizeitsport runden das Angebot ab. Weitere fünf Grundschulen sind in den Ortslagen Rath-Anhoven, Beeck, Merbeck, Arsbeck und Wildenrath vorhanden.

Zu den sozialen Einrichtungen gehören ebenso Kindergärten mit U3-Betreuung, Jugendheime, Pflegestationen, Altenpflegeheime, Altentagesstätten und zahlreiche Altenwohnungen. Ein Krankenhaus, Ärzte verschiedener Fachdisziplinen und Praxen für heiltherapeutische Anwendungen stellen auf gesundheitlichem Gebiet eine gute Versorgung der Bevölkerung sicher. 

Eine Skateranlage, Dirtbikestrecke und ein Basketballfeld stehen der Jugend für ihre Freizeitaktivitäten direkt neben dem Stadion zur Verfügung. 

An mehreren Angelgewässern im Stadtgebiet begegnet man Menschen, die Entspannung und Erholung suchen.

Anziehungspunkt für viele Sportler sind zwei reizvoll gelegene 18-Loch-Golfanlagen in Wildenrath und zwischen Arsbeck und Merbeck. 


Starke Unternehmen - hohe Kaufkraft

Wegberg ist die Stadt im Kreisgebiet mit der zweithöchsten Kaufkraft der Bürgerinnen und Bürger.

Die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt konnte bisher mit gutem Erfolg vorangetrieben werden. Die Wirtschaftskraft ist stabil, auch weil das Erwerbsleben der Bürger nicht einseitig von einem Wirtschaftszweig beeinflusst wird. Leistungsfähige Betriebe bieten sichere Arbeitsplätze. Die Wirtschaftsförderung der Stadt zielt darauf ab, durch Schaffung weiterer Arbeitsplätze den vorhandenen Auspendlerüberschuss abzubauen und die Zentralität der Stadt zu festigen. Hier ist an herausragender Stelle die Entwicklung des früheren Flugplatzgeländes Wildenrath zu einem nationalen Kompetenzzentrum für Bahntechnologie mit angegliedertem Technologie- und Gewerbepark zu nennen (Industrie- und Gewerbepark WEGBERG OVAL).


Schnelle Anbindung an die Oberzentren

Durch die Bundesstraßen 57 und 221, die im Osten und Westen das Stadtgebiet schneiden, und durch verschiedene leistungsfähige Landstraßen ist Wegberg an das überregionale Verkehrsnetz gut angeschlossen. In knapp 15 Autominuten ist von jedem Ort im Stadtgebiet das Bundesautobahnnetz zu erreichen.


Große Waldgebiete in der Naturparkregion MeinWeg

Ein Viertel des Stadtgebietes sind bewaldet und bieten so Grundlage eine naturnahe Umgebung. Die abwechslungsreiche Landschaft in und um Wegberg hat dazu geführt, dass fast das gesamte Stadtgebiet in den internationalen Naturpark Maas - Schwalm - Nette integriert wurde. Auf einem weiten Wegenetz in offenen Feldfluren und ausgedehnten Waldgebieten finden Wanderer, Radwanderer und Reiter ideale Voraussetzungen für Entdeckungs- und Erlebnistouren.


Die Wassermühlen sind nur ein Highlight von vielen

Zahlreiche Wassermühlen, die auch heute noch von der einstigen wirtschaftlichen Bedeutung in der Region zeugen, laden Sie zu einem Besuch ein. Das alte Handwerk können Sie hier ebenso live erleben, wie die vielfältige Gastronomie in sechs der vierzehn historischen Wassermühlen im Stadtgebiet.


 

Kulturelle Angebote für jeden Geschmack

Alljährlich finden regelmäßig Konzert- und Theaterveranstaltungen statt. In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule des Kreises Heinsberg werden daneben verschiedene Kultur- und Bildungsprogramme angeboten. Starke Impulse erhält das vielfältige Kultur- und Gemeinschaftsleben durch Veranstaltungen der weit über 100 traditionsreichen Vereine.


Wir sind im Notfall für Sie da

Eine leistungsfähige hauptamtlich besetzte Feuerwache und eine freiwillge Feuerwehr mit über 250 ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und -männer sowie ein gut organisierter Unfallhilfs- und Rettungsdienst runden die Nofallversorgung ab.

 

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Historie

Unter dem Namen "Berck" wurde Wegberg erstmals in einer Urkunde Otto I. aus dem Jahre 966 erwähnt.

Der heutige Name "Wegberg" entstand etwa im 14. Jahrhundert und erklärt sich aus der Lage des Ortes an einer alten Römerstraße.

Verschiedene Burg- und Wehranlagen (Motten), zum Teil vollwertig, zum Teil noch als Ruine vorhanden oder aber nur noch anhand von Geländeveränderungen zu erahnen, legen Zeugnis dafür ab, dass der Raum Wegberg Schnittpunkt kriegerischer und räuberischer Streifzüge war. Die Motte "Alde Berg" zwischen Arsbeck und Dalheim ist eine der besterhaltendsten Motten im Rheinland. Daneben liegt der Raky-Weiher, der zahlreiche Tierarten beheimatet. 

Ein berüchtigter und heute noch im Volksmund mit abenteuerlichen Anekdoten verbundener Stützpunkt war die Raubritterburg in Gripekoven. Die damals stark befestigte, mit Mauern und Sumpfgräben umgebene Burg galt lange Zeit als uneinnehmbar, wurde aber 1354 nach längerer Belagerung zerstört. Heute weist nur noch ein kleiner Erdhügel auf den ehemaligen Standort hin.

Die Gemeinde Wegberg gehörte seit 1543 teils dem Herzogtum Geldern und teils dem Herzogtum Jülich an. Die Grenze verlief mitten durch den Ort und wurde durch die Schwalm und den Beeckbach gebildet. Wegberg hatte in dieser Zeit zwei Bürgermeister und zwei Verwaltungen. Erst 1816 - in preußischer Zeit - wurde diese Grenze endgültig aufgehoben. 1935 wurden die früheren Gemeinden Beeck und Wegberg zusammengeschlossen. Wegberg in der heutigen Form entstand im Rahmen der kommunalen Neugliederung zum 1. Januar 1972. Am 5. Juni 1973 wurde Wegberg das Recht verliehen, die Bezeichnung "Stadt" zu führen.

Besondere Erwähnung verdient der Grenzlandring. 1939/40 aus militärisch-strategischen Gründen gebaut, erlangte diese 9 km lange Ringstraße nach dem 2. Weltkrieg internationales Ansehen im Rennsport. Der Grenzlandring galt während dieser Zeit als schnellste Rennstrecke der Welt. Nach einem folgenschweren Unfall fand 1952 der Rennsport auf diesem Rundkurs ein jähes Ende. Heute dient der Grenzlandring dem Straßenverkehr. Mit seiner Verteilerfunktion trägt er zu einer optimalen innerstädtischen Verkehrsführung bei.